Witten, 11.07.2017, von Holger Hohage (OV Witten)

THW unterstützt Kriminalpolizei bei Brandermittlungen

Nach einem Vollbrand eines Dachstuhls in Witten-Rüdinghausen am Dienstag, dem 04.Juli 2017 unterstützt die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk die Kriminalpolizei bei den Brandermittlungen am Donnerstag, dem 06. Juli 2017 und am Dienstag, dem 11. Juli 2017.

Foto: Holger Hohage (THW/OV Witten)

Am Donnerstagnachmittag unterstützte der Ortsverband Witten die Kriminalpolizei bei der Einstufung der bautechnischen Lage, insbesondere der Festlegung der Resttragfähigkeit der Dachkonstruktion zur Planung einer Abstützung zur gefahrlosen kriminalpolizeilichen Ermittlung.

Des Weiteren stellten die fünf Helferinnen und Helfer Zugänge in das Dachgeschoss mittels Leiterteile sicher.

Die geplante Abstützung wurde am folgenden Dienstag durchgeführt. Hierfür wurden die 17 Helferinnen und Helfer das Ortsverbandes Witten durch drei Helfer des Ortsverbandes Remscheid mit dem Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) und durch zwei Helfer des Ortsverband Wetter mit dem MAN mit Ladekran unterstützt.

Das Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) des THW wurde zur Überwachung einer einsturzgefährdeten Giebelwand und eines Kamins eingesetzt. Mittels dem MAN mit Ladekran wurde Abstützmaterial transportiert und in das Dachgeschoss eingehoben sowie Brand- und Bauschutt über einen Container entsorgt.

Die Abstützung wurde mittels Baustützen und einem räumlichen Gerüstbock aus dem Einsatzgerüstsystem (EGS) erstellt. Der Gerüstbock wurde gleichzeitig für das auskragende Schutzdach als Umsetzbock zur Umwandlung der Drehmomente in vertikale Zug- und Druckkräfte verwendet. Der Anschluss der Zugkräfte erfolgte mittels Scherlastdübel und Ösen in der Stahlbetondecke unter dem Dachgeschoss.

Aufgrund der erheblichen Überwachungs- und Sicherungsarbeiten konnte die gefahrlose Ermittlung in dem einsturzgefährdeten Dachgeschoss sichergestellt werden.

Der Einsatz wurde durch die Drehleiter der Berufsfeuerwehr unterstützt. Über die Drehleiter wurden die Spiegel des ESS an die Giebelaußenwand und den Kamin geklebt und ein Spürhund mit Hundeführer der Polizei in das Dachgeschoss transportiert.

Die Einsatzkräfte wurden durch die Ortsverbandsküche aus Witten an der Einsatzstelle mit Getränken und Speisen versorgt. Die Einsatzstelle wurde vor dem Verlassen, auf Anweisung des Bauordnungsamtes der Stadt Witten, mittels Absperrungen gesichert und die Straße für den Verkehr gesperrt.

Die Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei, einem eingeschalteten Sachverständigenbüro für Brandursachen, der Berufsfeuerwehr und dem Bauordnungsamt der Stadt Witten sowie mit den THW Ortsverbänden verlief zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten.


  • Foto: Holger Hohage (THW/OV Witten)

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