20.09.2017, von Florian Berger

Betonwand droht auf Bahngleise zu rutschen

THW Remscheid sichert mit Einsatzstellen-Sicherungssystem das einsturzgefährdete Objekt ab.

Foto:THW Remscheid / Thomas Schochow

Am 20.09.17 gegen 18:20 Uhr rückte das Technische Hilfswerk (THW) Ortsverband Remscheid zum Gartencenter Kremer in Remscheid-Lennep aus. Eine Betonwand der Lagerhalle des Gartencenters drohte auf die dahinter befindlichen Bahngleise abzurutschen. Mit dem Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS)  überwachten THW Helfer die marode Betonwand auf Bewegungen. Da kontinuierliche Bewegungen in der Wand festzustellen waren, wurde zunächst versucht, die Wand gegen weiteres Abrutschen zu sichern, um später weitere Abstützmaßnahmen durchführen zu können. Die Remscheider THW Helfer wurden bei diesen Maßnahmen durch fünf  THW Helfer aus dem Ortsverband Wuppertal unterstützt. Bei den Vorbereitungen der Sicherungsmaßnahmen rutschte jedoch die mehrere Tonnen schwere Betonwand ab und stürzte  zwischen Bahnstrecke und Gebäudefundament in die Tiefe. Da sich die aus mehreren übereinander angeordneten Platten bestehende Wand aufrecht in den Boden gebohrt und verkeilt hatte, wurde in Abstimmung mit dem Notfallmanager der Deutschen Bahn und dem Bauordnungsamt der Stadt Remscheid entschieden, die einzelnen Platten niederzulegen, um eine weitere Gefährdung für das Gebäude bzw. den Bahnverkehr auszuschließen. Dies erforderte seitens des THW den Einsatz der Einsatz-Rettungsspinne. Die betroffenen tragenden Gebäudeteile wurden mit der Rettungsspinne von den insgesamt ca. 40 Tonnen schweren Trümmerteilen entlastet. Die Helfer des Ortsverbandes Wuppertal rückten nach dem Abrutschen der Wand ab und gegen Mitternacht endete auch für die Remscheider Helfer der Einsatz in der Unterkunft. Insgesamt waren an diesem Einsatz 30 Helfer aus den beteiligten Ortsverbänden beteiligt.


  • Foto:THW Remscheid / Thomas Schochow

  • Foto:THW Remscheid / Thomas Schochow

  • Foto:THW Remscheid / Michael Bußmann

  • Foto: THW Remscheid / Michael Bußmann

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