Wir waren dabei! Größte Landesweiten Zivilschutzübung des THW NRW hat begonnen.

  • Übungen
  • Meldungen

Mönchengladbach. Mit der „FÜLEX 2025“ findet die bislang größte landesweite Zivilschutzübung des Technischen Hilfswerks in Nordrhein-Westfalen statt. An vier Wochenenden im August und September üben pünktlich zum 75. Jubiläum des THW mehr als 4.000 ehrenamtliche Einsatzkräfte in realistischen Szenarien. Schauplatz war ein riesiges Übungsgelände im Raum Mönchengladbach, auf dem die Einheiten nacheinander mehrere von insgesamt 40 vorbereiteten Szenarien beübt werden.

Übungsszenario ist eine hybride Bedrohungslage mit Sabotageakten und Angriffen auf kritische Infrastruktur, verschärft durch Starkregenereignisse und überlastete Böden. Ziel der Übung ist es, die Fähigkeiten des THW im Zivilschutz sichtbar zu machen und die Zusammenarbeit der Einheiten zu trainieren. Angesichts der aktuellen politischen Lage will das THW in den nächsten Jahren seine Zivilschutzfähigkeit gezielt stärken.

Für dieses erste Wochenende der FÜLEX25 stand der Trupp Einsatzstellensicherung (Tr ESS) vor folgendem Übungsszenario: Mehrere Gebäude sind nach dem Unwetter einsturzgefährdet und müssen durch die Einsatzkräfte des THW fachgerecht abgestützt werden. Zur Sicherung der eingesetzten Kräfte werden die Gebäude durch den Trupp ESS überwacht. 

Für diese Aufgabe wurden an den betroffenen Gebäuden mehrere Prismen installiert, die permanent mittels eines Tachymeters vermessen werden. Durch das ständige Vermessen und Abgleichen der Messwerte werden Bewegungen in der Gebäudestruktur schnell erkannt, sodass die Einsatzkräfte vor einem möglichen Einsturz rechtzeitig gewarnt werden können.

Eine weitere Aufgabe bestand in der Vermessung beschädigter Versorgungsleitungen anhand von Karten und Dokumentationen der Versorgungsbetriebe. Die eingesetzten Trupps mussten die unterschiedlichen Versorgungsleitungen (Gas und Trinkwasser) unterschiedlich kennzeichnen. Hierzu wurde wieder das Tachymeter eingesetzt, das auch bei Landvermessern zum Einsatz kommt.

Beschädigungen an Gebäudestrukturen können auf vielfältige Ursachen entstehen, so zum Beispiel durch Unwetter, Explosionen oder Brände. Durch den Einsatz des Trupp ESS wird die Sicherheit der eingesetzten Einsatzkräfte enorm erhöht. Der Trupp ist somit ein wichtiger Baustein im Gefüge des Zivilschutzes.

An der Zivilschutzübung FÜLEX waren folgende Trupps des ESS aus den Ortsverbänden beteiligt: Paderborn, Bielefeld, Hürtgenwald, Castrop-Rauxel, Olpe, Siegburg, Remscheid, Beckum und Dortmund. Der OV Remscheid nahm dabei die führende Rolle der Organisation dieses Übungsszenarios ein.

An diesem Wochenende wurden mehrere Zugtrupps eingesetzt, um spezielle Fachgruppen des THW zu koordinieren. Während die Zugtrupps im Normalfall die gemischten Technischen Züge des THW führen und koordinieren, kümmerten sie sich nun um eine größere Anzahl der stets gleichen Fachgruppe. So wurden mehrere Ortungsgruppen mit ihren Rettungshunden und technischem Ortungsgerät gezielt eingesetzt. Für die Zugtrupps galt es, aus den unterschiedlichen Informationen, Lagerberichten und Zielsetzungen ein Gesamtbild zu erstellen und optimale Einsatzaufträge zu erstellen. 

Weitere Aufgaben für die Zugtrupps war die Koordinierung von Einheiten mit Abstütz- und Überwachungssystemen, die gemeinsam beschädigte Häuser abstützten und eine Brücke bauten. Ferner führten sie die Fachgruppen Infrastruktur, welche die Einsatzkräfte der Übung mit Strom und Wasser versorgten.

Beteiligt waren die Ztr der OV Paderborn, Remscheid, Wetter, Herten, Hückelhoven, Emmerich und Coesfeld.

Die FÜLEX 2025 bot damit eine einmalige Gelegenheit, Ausbildung und Zusammenarbeit unter realistischen Bedingungen auf ein neues Niveau zu heben und einen weiteren großen Schritt in Richtung Zivilschutztüchtigkeit zu machen. 

Bilder zur Meldung

Hinweis

Alle zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Suche

Suchen Sie hier nach einer Nachricht: