17.03.2019, von Tobias Jahn

THW OV Remscheid rüstet sich für die Zukunft

Der Werkzeugsatz der "Rettungsspinne" wird um eine Greifersäge erweitert, um zukünftig ein größeres Einsatzspektrum abzudecken.

Versperrte Straßen und Bahnstrecken in den letzten Wochen zeigen, dass die Beseitigung der Schäden auch in Zukunft schnell und effizient erfolgen muss. Ein grundsätzliches Problem bei starkem Wind und Regen besteht in Bäumen, die umstürzen oder losgespült werden. Sie können Verkehrswege versperren oder Bauwerke wie Brücken und Wohnhäuser gefährden. Die Beseitigung kann allerdings für die Einsatzkräfte gefährlich oder mit enormem Aufwand verbunden sein.

Der Ortsverband (OV) Remscheid möchte daher für das absehbar häufigere Auftreten solcher Unwetterereignisse besser vorbereitet sein und investiert in neue technische Ausstattung.

Nachdem der Ortsverband seit 10 Jahren einen Schreitbagger unter dem Projektnamen „Rettungsspinne“ testet, steht bereits eine Maschine zur Verfügung, die in den meisten Geländearten schweres hydraulisches Gerät einsetzen kann.

Die neueste Erweiterung des Werkzeugsatzes umfasst aufgrund der oben genannten Probleme eine Greifersäge. Sie kann einen Stamm oder Ast greifen und dann kontrolliert absägen, so dass Äste in der Höhe bis zu 8m maschinell entfernt werden können, ohne die Einsatzkräfte zu gefährden. Auch ungeordnet übereinander liegendes Holz mit der aufgebauten Spannung birgt für unsere Motorsägenführer eine enorme Gefahr und erfordert neben viel Erfahrung und guter Ausbildung eine gute körperliche Kondition. Der Fällgreifer kann unsere Helfer daher auch bei liegendem Holz entlasten und gefährliche/grobe Arbeiten übernehmen. 

Blockieren umgestürzte Bäume Bäche oder verkeilen sich vor Brücken, kann dies zu lokalen Überschwemmungen oder Gefahren für die Infrastruktur führen. Hier zeigt die Rettungsspinne ihre wahre Stärke, da sie in schwer zugänglichen Uferbereichen oder direkt im Wasser arbeiten kann. Somit kann sie Hindernisse in Bächen oder Flüssen ohne Vorarbeiten beseitigen und Aufstauungen verhindern.

Das Zusammenspiel unserer Helfer mit maschineller Unterstützung wird die technische Hilfe des THW in Zukunft wesentlich effizienter und schneller machen.

Zum Einsatz kommt das Technisches Hilfswerk durch eine Anforderung von Feuerwehr, Stadtverwaltung oder Polizei. Nach einer Anforderung werden die Einsatzkräfte über Funkalarmempfänger oder Handy alarmiert und rücken je nach bevorstehendem Einsatzszenario mit den zur Verfügung stehenden Fahrzeugen zum Einsatzort aus. Durch ein überregionales Baukastensystem kann das THW zusätzliche Experten und passendes Material für den jeweiligen Bedarf zur Verfügung stellen.

Hast auch Du Interesse an Teamarbeit und einer Fachausbildung an der Kettensäge, als Maschinenführer/in oder Führungskraft? Dann melde Dich bei uns, wir haben vielseitige Aufgaben und Herausforderungen zu bieten.


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