Nachdem zuerst die Baufachberater des THW sowie der Trupp Einsatzstellensicherungssystem (ESS) die Statik des Gebäudes überwachten und sicherstellten, konnten alle Arbeiten gefahrlos durchgeführt werden.
Die Bergungsgruppen (B) und die Fachgruppe Schwere Bergung (FGr SB) unterstützten die Feuerwehr bei der Beseitigung der Glutnester, diese wurden zuvor durch Drohnen der Feuerwehr Velbert mit Wärmebildkameras lokalisiert. Das THW räumte die betroffenen Bereiche frei, sodass die Feuerwehr die Brandherde gezielt ablöschen konnte. Anschließend wurde der abgebrannte Dachstuhl Stück für Stück abgetragen. Diese Maßnahme diente dazu, die Gebäudestruktur, insbesondere Mauern und Decken, zu entlasten. Im weiteren Verlauf wurde der Brandschutt mithilfe von Baukränen vom Dach transportiert und in bereitgestellte Container verladen.
Zwischenzeitlich musste der Einsatz unterbrochen werden, da das ESS eine Bewegung an einem Schornstein registrierte. Im Austausch mit der Einsatzleitung der Feuerwehr entschieden die Baufachberater, den Schornstein bis auf eine sichere Höhe abzutragen, bevor die Arbeiten fortgesetzt werden konnten.
Zusätzlich waren weitere spezialisierte Einheiten eingebunden. Zur Sicherstellung einer reibungslosen Ablauforganisation unterstützte die Fachgruppe Führungsunterstützung (FGr F) die THW-Abschnittsleitung.
Um die Einsatzkräfte während des mehrere Tage andauernden Einsatzes zu versorgen, baute die Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung (FGr N) ein beheiztes Versorgungs- und Verpflegungszelt auf. Darüber hinaus übernahm die Fachgruppe Logistik-Verpflegung (Log-V) die Versorgung der Einsatzkräfte. Die Betankung der Stromaggregate und Heizungen stellte der Trupp Logistik-Materialerhaltung (Log-M) sicher. Die Fachgruppe Elektroversorgung (FGr E) kümmerte sich um die Stromversorgung der gesamten Einsatzstelle, sowie der eingesetzten Baukräne und die Fachgruppe Wassergefahren (FGr W) übernahm den Transport der Personenkörbe für die Kräne.
Durch den Aufbau mehrerer Lichtmastanhänger rund um das Einsatzgelände wurde die gesamte Einsatzstelle vollständig ausgeleuchtet. Somit wurde auch in den Abend- und Nachtstunden eine sichere und effektive Durchführung der Arbeiten gewährleistet.
Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und THW verlief während des gesamten Einsatzes reibungslos. Dirk Lukrafka (Bürgermeister), Jörg Ostermann (Baudezernent) und Manuel Schoch (Leiter der Feuerwehr Velbert) verschafften sich vor Ort ein Bild der Lage und dankten in einer abschließenden Runde den Einsatzkräften von Feuerwehr und THW für ihr Engagement.
Das Technische Hilfswerk OV-Velbert bedankt sich ausdrücklich bei allen beteiligten ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz. Der Einsatz am Schloss Hardenberg hat gezeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und THW ist, um auch unter schwierigen Bedingungen erfolgreich Hilfe leisten zu können.
An dem Einsatz beteiligt waren: OV Castrop-Rauxel, OV Dortmund, OV Düsseldorf, OV Duisburg, OV Erkelenz, OV Erkrath, OV Heiligenhaus/ Wülfrath, OV Hückelhoven, OV Kamen-Bergkamen, OV Mönchengladbach, OV Ratingen, OV Remscheid, OV Schwelm, OV Solingen, OV Velbert und OV Wetter.

