Zur Beratung der Einsatzleitung über die Einsatzmöglichkeiten des THW wurden zunächst ein Fachberater und ein Baufachberater aus den Ortsverbänden Siegburg und Beuel an die Einsatzstelle entsandt. Zeitgleich richtete der Zugtrupp des Ortsverbandes Bornheim einen Bereitstellungsraum für die nachrückenden THW-Einheiten ein.
Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit wurde die Einsatzstelle zügig durch die Fachgruppen Notversorgung und Notinstandsetzung der Ortsverbände Bornheim und Siegburg ausgeleuchtet. Der Einsatzschwerpunkt des THW lag in der Beräumung der Einsatzstelle. Da die brennende Lagerhalle bereits teilweise eingestürzt war, konnte die Brandbekämpfung nur von außen erfolgen. Zur Öffnung der Fassade setzte das THW Bergungsräumgeräte wie Radbagger und Radlader unter Atemschutz ein. Die hierfür eingesetzten Fachgruppen Räumen kamen aus Bergisch Gladbach, Essen, Herne, Köln-Ost, Nörvenich, Siegburg und Wuppertal sowie die Fachgruppe Schwere Bergung mit dem Schreitbagger aus Remscheid.
Eine weitere Aufgabe für das THW bestand in der Kraftstoffversorgung, die durch die Fachgruppe Logistik-Materialwirtschaft aus Leverkusen und die Fachgruppe Notversorgung aus Siegburg mit personeller Unterstützung einer Bergungsgruppe übernommen wurde. Außerdem hielten wir für Auffang- und Pumpmaßnahmen zwei Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen aus Bergisch Gladbach und Siegburg in Bereitschaft, die jedoch nicht aktiv eingesetzt werden mussten.
Im Verlauf des langanhaltenden Einsatzes wurden die zunächst eingesetzten Kräfte ausgewechselt. Die weitere Fachberatung übernahm der Ortsverband Beuel, die Baufachberatung der Ortsverband Aachen, und ein Zugtrupp aus Siegburg koordinierte die Kräfte vor Ort. Weitere Unterstützung kam aus den Ortsverbänden Bad Honnef, Dortmund, Herzogenrath, Neuss und Olpe. Inzwischen konnte der Einsatz erfolgreich beendet werden. Die letzten Kräfte wurden am 19. Mai gegen 18 Uhr aus dem Einsatz entlassen.
Aufgrund der komplexen Lage hatte die Feuerwehr bereits frühzeitig das THW um Unterstützung gebeten. Hierfür hat das THW Einheiten aus 17 Ortsverbänden in ganz Nordrhein-Westfalen zusammengezogen. Damit hat sich das Baukastensystem des THW wieder einmal bewährt. Wir möchten uns noch einmal bei der Feuerwehr und allen beteiligten Ortsverbänden für die sehr gute Zusammenarbeit bedanken.