18.07.2010: [0610] Stillleben Ruhrschnellweg
Im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 fand am vergangenen Wochenende die Veranstaltung „Stillleben Ruhrschnellweg“ im Ruhrgebiet statt. Dabei wurde die Autobahn 40 von Dortmund bis Duisburg auf einer Länge von insgesamt 60 Kilometern gesperrt, um am Sonntag, den 18.07.2010, zwischen 11:00 und 17:00 Uhr Fußgängern und Radfahrern die Möglichkeit zu geben, die A40 von einer anderen Seite kennen zu lernen. Daneben gab es ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm und zahlreiche Möglichkeiten zum kulinarischen Verweilen.
Das THW Remscheid erhielt im Zuge der Veranstaltung zum Einen den Auftrag, die Anschlussstelle Bochum Hamme von Samstag, 17.07.2010, ab 22:00 Uhr bis zur Freigabe der Autobahn für den Fahrzeugverkehr am 19.07.2010 gegen 5:00 Uhr zu sperren und den reibungslosen Aufbau der Tische auf der Fußgängerspur zu regeln und zum Anderen die Bergungstaucher des Ortsverbandes im Rahmen einer Präsentation des THW in Dortmund im Bereich der Westfalen-Hallen zu präsentieren (siehe separater Artikel).
Zunächst rückten am Samstag 4 Helfer mit zwei Fahrzeugen aus, um die Anschlussstelle zu sperren und die Räumung der verbliebenen Fahrzeuge von der Autobahn zu überwachen, die durch Kräfte der Polizei erfolgte. Gegen 0:30 Uhr am Sonntagmorgen war die Autobahn autofrei und die Aufbauarbeiten der Tische durch zwei Ortsverbände mit freundlicher Unterstützung der Firma Schenker konnte beginnen. In Zusammenarbeit mit dem örtlichen „Supervisor“ wurden die entsprechenden Teams in ihre Aufbauabschnitte eingewiesen und darüber hinaus die zahlreichen Autofahrer, die in der Nacht die A 40 befahren wollten, freundlich über mögliche Ausweichrouten informiert.
Der Aufbau der Tische war gegen ca. 6:00 Uhr abgeschlossen, sodass die weiteren Vorbereitungsmaßnahmen für die um 11:00 Uhr startende Veranstaltung beginnen konnten. Die Ablösung der ersten Nachtschicht erfolgte gegen 5:30 Uhr und sowohl das Personal als auch die Fahrzeuge wurden aufgestockt, um dem erwarteten Zuschauerandrang effektiv begegnen zu können.
Nachdem die erste Tagschicht mit 15 Helfern gegen 6:00 übernommen hatte, lief zunächst der Aufbau weiter nach Plan, auch wenn schon jetzt die ersten Radfahrer und Fußgänger auf die Autobahn wollten. Als die Strecke dann pünktlich gegen 11:00 freigegeben wurde, gab es kein Halten mehr. Die Besucher der Veranstaltung strömten in solchen Massen auf die A40, dass die Polizei die Strecke wegen Überfüllung gegen 13 Uhr komplett sperren musste. Weder Fußgänger noch Radfahrer durften für ca. eine Stunde auf die gesamte Autobahn, was einen Rückstau vor den Auf- und Abfahrten verursachte. Zusammen mit der Polizei und der zweiten Tagschicht konnte die Situation aber unter Kontrolle gehalten werden. Nachdem die Strecke erneut freigegeben wurde, verlief der Rest des Nachmittags wieder weitgehend ruhig, so dass die Strecke erst wieder gegen 17 Uhr planmäßig zum Veranstaltungsende gesperrt werden musste und die Abbauteams mit dem Abbau beginnen konnten.
Nach der Übergabe an das Personal der zweiten Nachtschicht wurde die Streckensperrung erhalten, um den Abbau und die anschließende Reinigung der Autobahn fortzusetzen. Der Abbau der Tische war im Abschnitt Bochum Hamme gegen 23:30 erfolgreich beendet, sodass im Anschluss die Reinigungskräfte die letzten Spuren des Volksfestes beseitigen konnten. Nach einer erneuten Überprüfung der Polizei konnte die Autobahn sehr zur Freude der diversen Pendler gegen 5:20 Uhr am frühen Montagmorgen wieder frei gegeben werden und das „Stillleben“ rund um die A40 wich wieder dem üblichen Verkehr auf der Hauptachse durch das Ruhrgebiet. Die Einsatzkräfte des OV Remscheid räumten die restlichen Verkehrsleitmittel und verließen die Einsatzstelle gegen 5:30. Nach Rückkehr in den OV wurde die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt und der Einsatz gegen 6:30 Uhr beendet.
Ein besonderer Dank gibt der guten Zusammenarbeit mit den beteiligten Ortsverbänden und den örtlichen Sicherheitskräften rund um die Anschlussstelle Bochum Hamme sowie allen weiteren Beteiligten.
Eingesetzte Helfer: 1/4/30 = 35
Eingesetzte Fahrzeuge für die Sperrung:
- GKW I
- MzKW
- MLW Bel
- MLW 2to (Jugend)
für den Helferaustausch:
- MTW
- OV PKW |